Altersvorsorge beginnt nicht mit einem Produkt, sondern mit einer Zahl: dem Betrag, der Ihnen im Ruhestand voraussichtlich fehlen wird. Tim Gradl stellt dafür Ihre erwartbaren Ansprüche zusammen – gesetzliche Rente, Versorgungswerk, bestehende Verträge, Immobilien – und vergleicht sie mit dem Einkommen, das Sie später tatsächlich benötigen werden. Erst wenn diese Lücke schwarz auf weiß auf dem Tisch liegt, wird über mögliche Lösungen gesprochen.
Das deutsche System kennt drei Schichten mit unterschiedlicher steuerlicher Behandlung. Beiträge zur Basisrente (Rürup-Rente) können als Sonderausgaben geltend gemacht werden, was sie vor allem für Selbständige und Gutverdiener interessant macht. Die betriebliche Altersversorgung nach § 3 Nr. 63 EStG wird aus dem Bruttogehalt bespart. Private Renten- und Fondslösungen bleiben flexibel, folgen aber eigenen steuerlichen Regeln. Welche Schicht welchen Anteil trägt, hängt von Einkommen, Familienstand und Berufsweg ab.
Ärzte und andere Kammerberufe zahlen in ein Versorgungswerk ein und verlassen sich häufig darauf. Das Versorgungswerk ist eine solide Basis, aber selten die ganze Antwort: Die Höhe der späteren Ansprüche hängt von der Entwicklung des Werks ab, und wer in Teilzeit geht oder eine Praxis abgibt, verändert seine Anwartschaften. Unternehmer ohne Pflichtversorgung stehen noch grundsätzlicher da – sie müssen ihre komplette Altersversorgung selbst organisieren, oft parallel zu laufenden Praxis- oder Firmendarlehen.
Ein Vorsorgekonzept ist kein Abschluss, sondern ein Fahrplan, der mitwächst. Gehaltssprünge, Praxisgründung, Kinder, Immobilienkauf – jede dieser Stationen verschiebt die Rechnung. Deshalb versteht Tim Gradl die Zusammenarbeit als langfristige Begleitung: Das Konzept wird in regelmäßigen Abständen mit Ihrer tatsächlichen Situation abgeglichen und dort angepasst, wo sich etwas verändert hat. So bleibt die Vorsorge an Ihrem Leben ausgerichtet statt am Stand des Erstgesprächs.


