Wer Geld unstrukturiert auf dem Girokonto liegen lässt, verliert durch Inflation Jahr für Jahr Kaufkraft – leise, aber zuverlässig. Der erste Schritt ist deshalb keine Produktauswahl, sondern eine Ordnung: Welcher Teil Ihres Geldes muss kurzfristig verfügbar bleiben, welcher arbeitet mittelfristig auf ein Ziel hin, welcher darf langfristig investiert sein? Aus dieser Aufteilung ergibt sich, welche Anlageformen für welchen Zweck überhaupt infrage kommen.
Für den langfristigen Teil setzt Tim Gradl auf breite Streuung statt auf Einzelwetten. Investmentfonds verteilen das Kapital über viele Unternehmen, Branchen und Regionen, sodass kein einzelnes Ereignis das gesamte Vermögen bestimmt. Regelmäßige Sparraten nehmen zusätzlich den Druck aus der Frage nach dem perfekten Einstiegszeitpunkt: Es wird kontinuierlich investiert, in schwachen wie in starken Marktphasen. Schwankungen bleiben Teil des Weges – sie werden eingeplant, nicht verschwiegen.
Auch die steuerliche Seite gehört ins Konzept. Kapitalerträge unterliegen in Deutschland der Abgeltungsteuer, für die jedem Anleger ein Freibetrag zusteht, der über einen Freistellungsauftrag genutzt werden kann. Bei Investmentfonds sorgt die Teilfreistellung dafür, dass je nach Fondsart ein Teil der Erträge steuerfrei bleibt. Solche Regeln ersetzen keine Anlagestrategie, aber sie entscheiden mit darüber, wie viel vom Ergebnis tatsächlich bei Ihnen ankommt.
Gerade bei Ärzten und Unternehmern trifft hohes Einkommen oft auf wenig Zeit – Geld sammelt sich an, ohne dass jemand es strukturiert. Hier zahlt sich der ganzheitliche Ansatz aus: Die Geldanlage wird mit Altersvorsorge, Absicherung und laufenden Darlehen abgestimmt, statt isoliert betrachtet zu werden. Und sie wird begleitet – bei veränderten Zielen, größeren Zuflüssen oder neuen Lebensphasen wird die Strategie überprüft und bei Bedarf nachjustiert.


