Am Anfang steht nicht die Immobilie, sondern die Frage nach dem realistischen Rahmen. Dazu gehören neben dem Kaufpreis die Nebenkosten – Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten, gegebenenfalls Maklercourtage –, die in der Regel nicht mitfinanziert werden sollten. Aus Einkommen, festen Ausgaben und vorhandenem Eigenkapital ergibt sich eine Rate, die dauerhaft tragfähig ist. Mit diesem Rahmen suchen Sie entspannter, weil Sie Ihre Grenze kennen, bevor der Makler sie testet.
Die Struktur entscheidet über die Gesamtkosten mindestens so stark wie der Zinssatz. Länge der Sollzinsbindung, Höhe der anfänglichen Tilgung, Sondertilgungsrechte und die Möglichkeit, den Tilgungssatz zu wechseln – all das wird auf Ihre Lebensplanung abgestimmt. Auch öffentliche Förderdarlehen, etwa der KfW, werden geprüft und dort eingebunden, wo sie zur Finanzierung passen. Erst wenn dieses Gerüst steht, geht es um konkrete Angebote.
Selbständige, Ärzte in der Niederlassung und Unternehmer bringen besondere Voraussetzungen mit: schwankende Einkommen, Abschreibungen, die den Gewinn drücken, teils parallele Praxisdarlehen. Banken bewerten solche Unterlagen unterschiedlich streng – eine gut aufbereitete Selbstauskunft und die passende Bankauswahl machen hier oft den Unterschied zwischen Zusage und Absage. Zugleich wird die private Finanzierung mit bestehenden betrieblichen Verpflichtungen abgestimmt, damit sich beide Belastungen nicht gegenseitig gefährden.
Zur Finanzierung gehört auch ihr Schutz: Was passiert mit der Rate bei Berufsunfähigkeit, was mit der Restschuld im Todesfall? Diese Fragen werden von Anfang an mitbeantwortet, nicht nachgereicht. Und die Begleitung endet nicht bei der Auszahlung – rechtzeitig vor Ablauf der Zinsbindung wird die Anschlussfinanzierung vorbereitet, damit Sie verhandeln können, statt das erste Prolongationsangebot Ihrer Bank unterschreiben zu müssen.


