Bei kaum einem Thema wirkt Zeit so stark wie beim Sparen für Kinder. Achtzehn Jahre Anlagehorizont erlauben eine andere Strategie als fünf: Schwankungen dürfen ausgesessen werden, regelmäßige Beträge wachsen über lange Zeiträume heran. Deshalb kommen für Kinder häufig breit gestreute Fondssparpläne infrage, deren Rate klein starten und mit dem Familienbudget wachsen kann. Entscheidend ist der frühe Beginn, nicht die perfekte Summe zum Start.
Eine oft unterschätzte Frage ist, auf wessen Namen gespart wird. Läuft der Vertrag auf das Kind, gehört das Geld rechtlich dem Kind – mit achtzehn kann es frei darüber verfügen. Dafür stehen dem Kind eigene steuerliche Spielräume zu, etwa ein eigener Freibetrag für Kapitalerträge. Läuft der Vertrag auf die Eltern, behalten diese die Kontrolle, versteuern die Erträge aber selbst. Beide Wege haben ihre Berechtigung; die Entscheidung sollte bewusst fallen.
Zur Vorsorge gehört auch der Blick auf Risiken. Kinder haben keine eigenen Ansprüche aus der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente, weil ihnen die nötigen Beitragszeiten fehlen – wird ein Kind durch Krankheit oder Unfall dauerhaft beeinträchtigt, trägt die Familie die finanziellen Folgen weitgehend allein. Eine Kinderinvaliditätsabsicherung kann diese Lücke schließen. Auch der frühe Einstieg in eine spätere Berufsunfähigkeitsabsicherung ist ein Thema, weil junge, gesunde Menschen leichter Versicherungsschutz erhalten.
Oft wollen Großeltern oder Paten beitragen – auch das lässt sich ordnen, vom eigenen Sparplan für das Enkelkind bis zur Einmalzahlung zu besonderen Anlässen. Tim Gradl bindet solche Wünsche in ein Gesamtkonzept ein, statt einzelne Verträge nebeneinander laufen zu lassen. Und wie bei allen Konzepten gilt: Es wird regelmäßig überprüft, ob Rate, Strategie und Absicherung noch zur Situation der Familie passen.


